These 03 · KOMPETENZ

These 03 — Führen heißt loslassen – und das macht Angst

#Führung#Autonomie#Vertrauen

Dein Team wird durch KI kompetenter. Schneller. Autonomer. Und Du stehst da und fragst Dich: Wofür brauchen die mich noch?

Es passiert etwas Unerwartetes, wenn Führungskräfte ihre Leute wirklich befähigen, mit KI zu arbeiten: Die Leute brauchen sie weniger. KI macht Wissensvorsprünge hinfällig, Erfahrungsmonopole lösen sich auf, und der Informationsvorsprung, der Führung jahrzehntelang legitimiert hat, schrumpft. Wer das ehrlich wahrnimmt, wirklich ehrlich, nicht im Was-wir-jetzt-brauchen-Ton aus dem Führungsseminar, spürt Angst. Kontrollverlust, Statuserosion, die Frage, wofür man eigentlich noch da ist. Die meisten reden nicht darüber. Sie bremsen stattdessen, unbewusst natürlich: verzögern KI-Einführungen, behalten Wissen für sich, kontrollieren Zugänge. Nicht aus Bosheit, das wäre zu einfach. Aus Selbstschutz. Das Führungs-Mindset für diese Zeit beginnt nicht mit einer Methode oder einem Framework. Es beginnt mit der Bereitschaft, den eigenen Statusverlust als Preis zu akzeptieren – für die Entwicklung des Teams. Auf dem Papier klingt das edel. In der Praxis tut es weh.

Von Simon Daubermann · Veröffentlicht: 23.06.2026 · Zuletzt aktualisiert: 08.07.2026

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